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Podcast aufnehmen: Die 3 besten Mikrofone

Du hast dich dazu entschlossen, einen eigenen Podcast zu starten? Erst einmal herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Jetzt stellen sich natürlich gleich zu Beginn einige sehr wichtige Fragen. Eine davon ist: Welches Mikrofon sollst du verwenden?

Um diese Frage ranken sich eine Menge Mythen. Viele Podcaster schwören auf bestimmte Mikrofone, die sie bei anderen bekannten Podcasten gesehen haben oder mit denen bestimmte Musiker einmal gearbeitet haben. Jedoch ist nicht unbedingt immer das bekannteste Mikrofon auch gleichzeitig das beste – und erst recht nicht das vom Preis-Leistungsverhältnis günstigste.

In diesem Video stelle ich dir drei verschiedene Mikrofone vor, die ich selbst bereits verwendet habe und daher ausgiebig testen konnte. Es gibt eine Einsteiger-Lösung für den kleineren Geldbeutel, eine Lösung für Fortgeschrittene Podcaster, die einen Podcast mit Remote-Interviews oder allein aufnehmen möchten und eine Profi-Variante für alle, die etwas mehr Geld in die Hand nehmen können und dafür die höchste Qualität erwarten.

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1. Der günstige Einstieg: mobile Recorder

Die günstigste Lösung, die wir allen EinsteigerInnen empfehlen, sind mobile Recorder mit SD-Karte. Bitte beachte, dass hiermit nicht Diktiergeräte gemeint sind. Diese sind vielleicht gut geeignet, um spontan die Inhalte eines Meetings aufzuzeichnen und sich danach die wichtigsten Stichworte zu notieren, jedoch nicht, um eine professionelle Podcastaufnahme anzufertigen. Stattdessen solltest du nach Recordern Ausschau halten, die speziell für das Aufzeichnen von Interviews oder sogar Podcasts entwickelt worden. Hierbei haben sich inzwischen verschiedene Hersteller durchgesetzt, wie z.B. Tascam oder Zoom.

Mit dem Hersteller Zoom haben wir die besten Erfahrungen gemacht. Unser erster mobiler Recorder von Zoom, das Zoom H2*, bot schon vor zehn Jahren eine brilliante Tonqualität. Inzwischen hat der Hersteller Zoom eine Reihe weiterer Nachfolgegeräte auf den Markt gebracht, wovon das günstigste das Zoom H1* ist. Das Zoom H1 besitzt ein eingebautes Mikrofon, ist sehr handlich und speichert die Aufnahmen auf einer SD-Karte ab. Du kannst dich dabei auf eine gute Tonqualität verlassen und musst kein unhandliches Equipment mit dir herumschleppen. Wenn du dein Interview face-to-face führst, kannst du das Mikrofon den jeweiligen GesprächspartnerInnen auf einem Abstand von ca. 10 cm “vor die Nase halten”. Die auf der SD-Karte gespeicherten Aufnahmen kannst du anschließend ganz einfach auf deinen Computer laden und mit einem kostenlosen Audio-Editor, wie z.B. Audacity nachbearbeiten.

👉 Tipp: Vermeide die 5 größten Fehler beim Podcast-Start!

2. Do it solo: Großmembranmikrofone

Die nächst-teurere Lösung sind sogenannte Großmembran-Mikrofone. Diese Mikrofone empfehlen wir für PodcasterInnen, die hauptsächlich Podcastfolgen allein aufnehmen oder ihre GesprächspartnerInnen via Studio-Link oder mit einem anderen Tool aus der Ferne zuschalten. Großmembran-Mikrofone werden auch im professionellen Studiobereich eingesetzt und zeichnen sich durch eine besonders klare Wiedergabe der Stimme aus, sind außerdem sehr empfindlich, zeichnen also auch kleinste Details auf. Für PodcasterInnen empfehlen wir den Kauf eines USB-Großmembranmikrofons, da dieses direkt an den Computer angeschlossen werden kann und kein eigenes Interface benötigt, wie das bei herkömmlichen Großmembran-Mikrofonen mit XLR-Anschluss nötig ist.

Hierbei können wir insbesondere die Mikrofone von Rode empfehlen. Der Hersteller hat sich in letzter Zeit besonders auf PodcasterInnen spezialisiert und in den USA bereits einen regelrechten Kultstatus in der Podcast-Szene erlangt. Das neueste USB-Mikrofon von Rode ist das Rode NT USB Mini*. Dieses Mikrofon können wir allen Podcast EinsteigerInnen uneingeschränkt empfehlen, da es eine sehr gute Tonqualität bietet, die in diesem Preissegment bei den USB-Mikrofonen wirklich unschlagbar ist. Der größere Bruder des Rode NT USB Mini ist das Rode NT USB*. Dieses Mikrofon besitzt einen ähnlichen Frequenzgang wie das Rode NT USB Mini, hat aber einen größeren Standfuß und ist weniger transportabel, noch dazu ein klein wenig teurer. Wer also ein handliches Mikrofon für den unterwegs-Einsatz sucht, dem empfehlen wir das Rode NT USB Mini, wer sich ein eigenes Podcast Studio zu Hause aufbauen möchte, dem raten wir eher zum stabileren Rode NT USB.

Beide Mikrofone können direkt per USB an den PC angeschlossen werden. Zur Aufnahme empfehlen wir das kostenlose Schnittprogramm Audacity. Da die Mikrofone von Rode direkt als eigene Soundkarte angezeigt werden, können sie auch in allen anderen gängigen Konferenz- und Videofonietools genutzt werden. Dies ist sehr praktisch, wenn du Remote-Interview-Gäste zuschaltest oder das Mikrofon für ein Videointerview nutzen möchtet. Die eigene Stimme sowie der Ton der GesprächspartnerInnen oder andere vom Computer wiedergegebene Sounds können über einen Kopfhörer angehört werden, der direkt am Mikrofon angeschlossen werden kann.

3. Rundum sorglos: externe Mikros am Recorder

Die High-End Variante für alle, die eine sehr gute Tonqualität sowie eine hohe Flexibilität bevorzugen, sind mehrere Mikrofone, die idealerweise an einem mobilen Recorder angeschlossen werden. Als mobilen Recorder können wir hier auch wieder ein Gerät der Marke Zoom empfehlen, nämlich das Zoom H6*. Dieses Mikrofon besitzt in der Grundausstattung vier externe Mikrofon-Eingänge, an die ihr beliebige Mikrofone anschließen könnt. Möglich ist hierbei sogar der Anschluss von XLR-Mikrofonen, die 48 Volt Phantomspeisung benötigen. Ihr habt hier also die volle Flexibilität, verschiedene Mikrofone auszuprobieren und das für euch am besten passende auszuwählen.

Für Podcast-Interviews empfehlen wir den Einsatz dynamischer Mikrofone, wie sie auch auf der Bühne gern verwendet werden. Die Tonqualität ist hierbei für Podcasts absolut ausreichend und gleichzeitig werden nicht so viele Störgeräusche aus der Umgebung aufgenommen, wie das z.B. bei einem Großmembran-Mikrofon der Fall ist. Wir verwenden für unsere mobilen Podcast-Aufnahmen die Sennheiser Mikrofone E845*. Diese sind sehr robust und lassen sich mit einer praktischen Klemme auf einem Stativ montieren. So besitzt jeder Interview-Gast ein eigenes Mikrofon und ihr könnt die einzelnen Tonspuren im Nachhinein einzeln bearbeiten. Das hat den Vorteil, dass Podcast-Gäste mit einer besonders lauten Stimme anschließend ganz einfach leiser gepegelt werden können und Gäste mit einer eher zarten Stimme zusätzlich verstärkt werden können. Die verschiedenen Tonspuren für die einzelnen Mikrofone werden vom Zoom H6 parallel auf der SD-Karte abgespeichert und können danach auf den Computer geladen und in einem kostenlosen Schnittprogramm wie Audacity nachbearbeitet werden.

* Bei den Links handelt es sich um Affiliate-Links.

Fazit

Je nachdem wie groß das Budget ist, das ihr für euren Podcast ausgeben möchtet, gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit einem guten und vom Preis-Leistungsverhältnis überzeugenden Mikrofon an den Start zu gehen. Die hier vorgestellten Mikrofone und Recorder haben wir selbst schon getestet und können sie deswegen alle uneingeschränkt empfehlen. Entscheidend für die individuelle Auswahl sind hierbei vor allem die Anzahl der Interview-Gäste in eurem Podcast, die nötige Flexibilität, und natürlich auch der Formfaktor. Wer ein praktisches und günstiges Mikrofon für unterwegs sucht, ist mit dem Zoom H1 bestens ausgestattet, wer zu Hause am Schreibtisch ein Interview aufnehmen möchte, dem empfehlen wir das Rode NT USB Mini und wer ein ausgewachsenes Recording-Setup sucht, mit dem er/sie flexibel ist und zudem volle Möglichkeiten der Nachbearbeitung hat, dem empfehlen wir das Zoom H6 mit externen Mikrofonen.

Du möchtest einen eigenen Podcast starten und suchst neben Beratung zu den technischen Aspekten auch Unterstützung bei deinem Konzept oder der Produktion und Veröffentlichung? Dann helfen wir dir sehr gern weiter. Schreibe uns einfach eine Nachricht und wir schauen gemeinsam, wie wir dich bei deinem Podcast Projekt unterstützen können.

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