Videopodcast starten: Wie du deinen bestehenden Podcast fit für YouTube, Spotify & Co. machst
Videopodcasts sind längst kein Zukunftstrend mehr, sondern dabei, den Podcast-Markt grundlegend zu verändern. Immer mehr Hörerinnen und Hörer konsumieren Podcasts nicht nur über Spotify, Apple Podcasts oder Amazon Music, sondern gezielt als Video auf YouTube. Wer jetzt handelt, sichert sich Reichweite, die mit einem reinen Audio–Podcast kaum noch zu erreichen ist.
In diesem Beitrag erfährst du, warum Videopodcasts ab 2026 zum Pflichtprogramm für ernsthafte Podcaster werden, wie du mit einem einfachen RSS-Hack deinen Podcast automatisch auf YouTube bringst und welches Setup du für den Einstieg in echte Videoaufnahmen wirklich brauchst – ohne gleich ein Filmstudio aufzubauen.
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Über den Autor: Kurt Woischytzky ist Inhaber des größten deutschen YouTube-Kanals für Podcaster und hat mit seinem Unternehmen kurt creative bereits über 200 KundInnen beim Start ihres Podcasts und YouTube-Kanals unterstützt.
Warum Videopodcasts ab 2026 kein „Nice-to-have“ mehr sind
Die Zeiten, in denen Podcasts ausschließlich über Spotify, Apple Podcasts oder andere Audio-Plattformen gehört wurden, sind vorbei. Immer mehr Menschen suchen Podcasts direkt auf YouTube und schauen sie dort wie eine normale Video-Show. Studien wie der Online Audio Monitor zeigen deutlich: YouTube entwickelt sich rasant zur Podcast-Plattform.
Für dich heißt das: Wenn dein Podcast nur als Audio existiert, verschenkst du Reichweite. Du lässt eine Zielgruppe links liegen, die Podcasts bewusst auf einer Videoplattform konsumiert – oft nebenbei auf dem zweiten Bildschirm oder am Fernseher. Wer seinen Podcast als Videopodcast verfügbar macht, erhöht nicht nur die Sichtbarkeit, sondern stärkt auch seine Marke, weil Gesichter, Gestik und Mimik eine viel stärkere Bindung aufbauen als reine Stimme.
👉 Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für deinen Podcast:
Mit dem YouTube RSS-Feed in wenigen Minuten präsent sein
Die gute Nachricht: Du musst nicht sofort mit voll produzierten Videopodcasts starten, um auf YouTube präsent zu sein. YouTube unterstützt inzwischen RSS-Feeds für Podcasts. Das bedeutet: Dein bestehender Audio–Podcast kann automatisch auf deinem YouTube-Kanal erscheinen – ganz ohne zusätzliche Upload-Arbeit.
Der Ablauf ist simpel: Du legst einen YouTube-Kanal für deinen Podcast an, verifizierst deinen Account mit deiner Telefonnummer und durchläufst die Identitätsprüfung. Danach kannst du deinen RSS-Feed, den du von deinem Podcast-Hoster kennst, direkt in YouTube hinterlegen. YouTube importiert deine Folgen dann automatisch als Audio-Tracks und zeigt dabei dein Podcast-Cover als Standbild. Diese Lösung ist ideal, um dir deinen Platz auf YouTube als Podcast-Kanal zu sichern, während du in Ruhe den nächsten Schritt – echte Videopodcasts – vorbereitest.
Vom Audio–Podcast zum Videopodcast: Das richtige Setup für den Einstieg
Wenn dein Podcast bereits automatisch via RSS auf YouTube läuft, ist der nächste logische Schritt: aus dem Standbild-Content einen „richtigen“ Videopodcast zu machen. Dafür brauchst du im Kern zwei Dinge: passende Aufnahme-Hardware und eine verlässliche Aufnahmesoftware.
Für den Start reicht meist deine Webcam in Kombination mit einer soliden Software wie Riverside. Riverside ist speziell für Podcast-Aufnahmen entwickelt und liefert dir beste Audioqualität – gleichzeitig kannst du dort auch das Videobild von dir und deinen Gästen mitschneiden. So bleibt dein gewohnter Workflow erhalten: Du bekommst wie bisher deine saubere Audiospur und zusätzlich eine Videospur, die du für YouTube nutzen kannst. Wer später upgraden möchte, setzt auf eine Kamera wie die Sony ZV-E, die sich besonders gut für Videopodcasts eignet, weil sie ein professionelles Bild liefert, ohne dass du dich mit komplizierter Kameratechnik quälen musst.
Ohne gutes Licht kein guter Videopodcast
Ein Punkt, den viele Podcaster beim Umstieg auf Video unterschätzen, ist die Beleuchtung. Ton ist weiterhin König – aber bei einem Videopodcast will niemand in ein dunkles, verrauschtes Bild schauen. Für den Anfang genügt oft schon ein kräftiges Ringlicht, das du hinter deinem Monitor um deine Webcam platzierst.
Mit einem solchen Ringlicht wirst du gleichmäßig ausgeleuchtet und wirkst automatisch professioneller – auch wenn du „nur“ im Homeoffice sitzt. Gerade bei schlechter Tageslicht-Situation macht ein gutes Licht den Unterschied zwischen „Webcam-Feeling“ und einem Videopodcast, den man sich gerne länger anschaut. Investiere hier lieber frühzeitig ein wenig, denn schlechte Beleuchtung wirkt sich direkt auf den Eindruck deiner Marke aus.
Die größte Hürde beim Videopodcast: Du selbst vor der Kamera
Technik lässt sich kaufen, Routine nur durch Übung aufbauen. Für viele Podcaster ist der Moment, in dem sie sich das erste Mal selbst auf dem Bildschirm sehen, der unangenehmste Schritt. Das fühlt sich anfangs befremdlich an – ähnlich wie damals, als du deine eigene Stimme zum ersten Mal im Kopfhörer gehört hast und dachtest: „Klinge ich wirklich so?“
Beim Videopodcast ist es nicht anders. Am Anfang wirken Haltung, Blick und Mimik oft ungewohnt. Wichtig ist: Nimm den Druck raus. Lass die Kamera bei deinen Aufnahmen einfach mitlaufen, auch wenn du am Ende vielleicht nur die Audiospur veröffentlichst. Schau dir das Video danach in Ruhe an, gewöhne dich an den Anblick und nimm dir für jede neue Aufnahme vor, nur eine Kleinigkeit zu verbessern. Authentizität schlägt Perfektion – deine Zuschauer wollen dich als echte Person erleben, nicht als glattpolierte Kunstfigur.
Vom Rohmaterial zum fertigen Videopodcast: Schnitt ohne Schnickschnack
Ist die erste Hürde genommen und dein Videomaterial aufgenommen, geht es an den Schnitt. Für professionelle Produktionen setzen viele Teams auf Programme wie Adobe Premiere. Das bietet unzählige Funktionen, verlangt aber auch einiges an Einarbeitung. Wenn du erstmal „nur“ einen sauberen Videopodcast für YouTube erstellen willst, brauchst du diesen Overkill nicht unbedingt.
Gerade zum Start reicht es oft, den integrierten Editor von Riverside zu nutzen. Dort kannst du grundlegende Schnitte setzen, Versprecher oder längere Pausen entfernen und dein Videopodcast in eine klare, flüssige Form bringen. Anschließend exportierst du das Video und lädst es direkt auf YouTube hoch. Schritt für Schritt lernst du so, wie der Prozess vom Audio–Podcast zum Videopodcast funktioniert – ohne dich im Technik-Dschungel zu verlieren.
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